Bezirksklasse Bochum - 5. Mannschaft

Nr. Name DWZ  
29 Hemmerich,Lennart 1518  
30 Budde,Alexander 1199  
31 Mankar,Shlok ---  
32 Maibom,Klaus ---  
33 Philipp,Luca ---  
34 Otto,Maximilian ---  
35 Schulte,Oskar ---  
36 Yildiz,Pars ---  
       

Mannschaftsführer: Alexander Budde, alexander.budde@mail.de

Mannschaftsfoto 5.Mannschaft

Die Fünfte: Klaus Maibom, Luca Philipp, Shlok Mankar, Max Otto und Mannschaftsführer Alexander Budde

Es fehlen: Lennart Hemmerich, Pars Yildiz und Oskar Schulte.

 

Spielberichte

Alexander Budde als abschreckendes Beispiel – und unsere V. gewinnt dennoch 3:1 gegen die VI. des Bochumer SV 02

Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Ennepe-Ruhr-Süd war für unsere V. Mannschaft Wiedergutmachung erhofft. Als Mannschaftsführer hatte ich die Vorbereitung auf den Auswärtskampf beim Bochumer SV 02 VI daher besonders ernst genommen. Hier ein besonderes Dankeschön an Klaus Maibom, den ich zugunsten von Maximilian und der erneuten Nominierung von Luca herausrotiert hatte.
Zur Vorbereitung gehörte selbstverständlich auch die rechtzeitige Erinnerung in unserer WhatsApp-Gruppe, bitte spätestens um 13:45 Uhr im Spiellokal zu sein. Noch besser sei jedoch eine Ankunft zwischen 13:30 Uhr und 13:40 Uhr. Niemand solle kurz vor Spielbeginn hektisch den Eingang suchen oder orientierungslos über den Parkplatz laufen.
Die Mannschaft hielt sich erfreulicherweise an diese Vorgaben.
Der Mannschaftsführer in meiner Person hingegen betrachtete diese Vorgabe offenbar eher als unverbindliche Handlungsempfehlung.
Während alle anderen bereits vor Ort waren, führte ich noch einen Selbstversuch zum Thema „Wie knapp kann man seine eigenen Regeln eigentlich auslegen?“ durch. Um exakt 13:44 Uhr betrat ich schließlich selbstbewusst den Spielsaal und bewies damit, dass zwischen vorbildlicher Organisation und kontrolliertem Chaos manchmal nur sechzig Sekunden liegen.
Nachdem ich meine Rolle als abschreckendes Beispiel erfüllt hatte, konnte der eigentliche Mannschaftskampf beginnen - und der begann ausgesprochen erfreulich.
An Brett 1 erschien Lennarts Gegner leider nicht. Das Spiel (mit den weißen Steinen hätte ich ihm mehr als nur gegönnt).
Nach Ablauf der Karenzzeit von 30 Minuten stand damit der kampflose Punkt und unsere 1:0-Führung fest. Nach seiner unglücklichen Niederlage im ersten Mannschaftskampf, als er eine objektiv remisliche Stellung durch eine Fehlberechnung noch aufgegeben hatte, dürfte ihm dieser vergleichsweise entspannte Nachmittag allerdings kaum ungelegen gekommen sein.
Während an Brett 1 noch die Karenzzeit herunterlief, hatte Luca Philipp gefühlt bereits seine Partie gewonnen. Ob die Chronisten dieser Darstellung zustimmen würden, sei dahingestellt, der Eindruck drängte sich aber durchaus auf. Gegen einen deutlich älteren Gegner spielte Luca konzentriert, souverän und bemerkenswert abgeklärt. Sein Sieg war gleichzeitig der schnellste des Tages und hinterließ vor allem wegen seiner ruhigen und kontrollierten Spielweise einen starken Eindruck - Chapeau! 2-0 nach ungefähr einer halben Stunde und ein Mannschaftspunkt im Sack!
An Brett 2 traf Shlok Mankar auf Wolfgang Bruhnke. Shlok hielt kämpferisch dagegen, musste seinem erfahrenen Gegner am Ende jedoch gratulieren. Damit war der Mannschaftskampf wieder unklar.
Die Entscheidung sollte also am 4. Brett fallen fallen.
Während Luca und Shlok bereits als Zuschauer fungieren konnten, Lennart sich nach 2 Stunden oder so auch nach Hause begab, begann für Maximilian an Brett 4 die eigentliche Arbeitszeit erst richtig.
Seine Partie entwickelte sich zu einem Langzeitprojekt über 75 Züge.
Während Zuschauer sich möglicherweise fragten, ob die Erfindung des Remisangebots nicht vielleicht doch ihre Berechtigung hat, arbeitete Maximilian ungerührt weiter an seinem Vorteil. Zug um Zug wurde die Stellung verbessert, bis schließlich auch der letzte Widerstand überwunden war und der volle Punkt feststand.
Der Mannschaftsführer von Bochum und ich mussten hier und da als Schiedsrichter eingreifen, weil Maximilians Gegner mehrfach eine Figur eindeutig berührte und sie wieder zurückstellte um etwas anderes zu ziehen. Dennoch hätte es an Maximilians Vorteil nichts geändert.
Damit stand gleichzeitig auch das Endergebnis gegen Viertel vor 6, fast 6 Uhr fest:

Bochumer SV 02 VI – SV WAT 1930 V 1:3

Besonders erfreulich war dabei, dass die beiden ausgespielten Siege von Luca Philipp (der seine zweite Chance mehr als deutlich genutzt hat) und Maximilian Otto erzielt wurden. Beide lieferten starke Leistungen ab und zeigten auf, welches Potenzial in unserer V. Mannschaft steckt. Mit mehr Spielpraxis und Erfahrung -wer weiß, was in unseren Jungs noch für Potential steckt!

Shlok muss angesichts seiner Gegnerstärke überhaupt nicht enttäuscht sein – er hat an beiden Spieltagen solide gespielt und unterlag letztendlich der Ruhe und der Erfahrung seiner Gegner. Er wird es als Erfahrungen mitnehmen und daran wachsen, daran besteht für mich kein Zweifel. Er wirkt souverän auch in seinem Verlust und das ist seine Stärke!
So blieb am Ende nicht nur der erste Mannschaftssieg der Saison, sondern auch die Erkenntnis, dass das 0:4 aus dem Auftaktkampf nicht die ganze Wahrheit über die Spielstärke unserer Mannschaft erzählt.
Leute – das war sensationell und wisst ihr was? In der Tabelle stehen wir trotz des 0:4 gegen Ennepetal auf Rang 3!
Die zweite Erkenntnis des Tages betrifft allerdings weiterhin den Mannschaftsführer.
Wenn man seiner Mannschaft mehrfach einschärft, möglichst schon um halb zwei vor Ort zu sein und spätestens um 13:45 Uhr den Spielsaal betreten zu haben, sollte man vielleicht darauf verzichten, selbst erst um 13:44 Uhr durch die Tür zu kommen.

Autor Alexander Budde