Und weiter geht die wilde Fahrt

Auch im fünften Spiel gewann die Dritte gegen die ebenso unbesiegte Zweitvertretung des Schachvereins Unser-Fritz.

Im schönen Wanne-Eickel fand ein echtes Spitzenspiel statt.

Leider als erstes fertig war Klaus-Peter Hielscher, der so selten verliert, aber diesmal unterlief ihm ein fataler Fehler und er musste dem Gegner gratulieren.
Zlatan Music hatte das Pech, dass Unser Fritz an Brett 7 ihren stärksten Spieler einsetzten, DWZ 2050, was natürlich für ihn die schwierigste Aufgabe darstellte. Er wehrte sich fast vier Stunden, aber letztlich gewann der sehr erfahrene Winfried Staske. Ihr Saisondebüt gaben Günther Kotulla und Jan Gallert. Jan konnte seinen ebenfalls jungen Gegner mit offensivem Spiel besiegen. Günther spielte gegen Altmeister Weiß(!) und es ging hin und her, am Ende konnte Günther mehrere Bauern einkassieren und gewinnen.
Unser Spitzenbrett Daniel Lang spielte mit Weiß gegen Nimzo-indisch und gewann recht souverän.
Bei Manfred Thon plätscherte das Spiel vor sich und hin und nach vier Stunden war es dann verdientermaßen Remis.
Fabian Hielschers Partie war sehr aufregend, doch in der 4.Stunde konnte er seine dominante Stellung ausnutzen und voll punkten.
Tanja Kraus hatte aus der Eröffnung Bauernschwächen beim Gegner erzwungen und nach vier Stunden in eigener (!)Zeitnot einen Mehrbauern gewinnen sowie das bessere Endspiel erreichen und auch sie gewann.
Das war also der fünfte Sieg im 5.Spiel. Es kann gerne so weitergehen....

 

 

 

Das neue Jahr bringt das Glück zurück

Endlich der erste Sieg

Im heimischen Gertrudenhof kämpften die erste und zweite Mannschaft darum, endlich Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.
Die Erste konnte fast schon überraschend ihren Negativlauf stoppen und hat den Tabellenzweiten Krefeld II mit 5:3 geschlagen. Dabei sah es lange Zeit nicht unbedingt danach aus. Ralph Sandkamp steuerte ein schnelles Remis bei, Kai-Uwe Schiffer unterlag am Spitzenbrett einem ukrainischen Wunderkind und bei den anderen sah es weitestgehend unklar aus, mit leichten Vorteilen an den hinteren Brettern. So gewannen auch letztlich folgerichtig nach langen Kämpfen Wilfried Schröder und Thomas Peter, während die Siege von Thomas Thiel und Walter Wengenroth sich erst gegen Ende der Partien abzeichneten.

Damit war der Mannschaftssieg gesichert, sodass die Niederlage von Ulf Gohla nach einem weiteren unglücklichen Auftritt und das Remis von Jörg Kähmann nach zwischenzeitlich vorteilhafter Stellung keine große Rolle spielten. Anfang Februar steht ein weiteres Heimspiel gegen eine weitere Zweitvertretung an, dann gegen die von Lasker Köln.

In Hattingen beim SV Welper 4 fand die nächste Bewährungsprobe für die unerfahrene Fünfte statt.

Mannschaftsführerin Tanja Kraus fuhr die Mannschaft zum Spielort und sah einen guten Kampf ihres Teams.

Pascal Felten dominierte seinen Gegner eigentlich die gesamte Partie lang, eine kleine Unachtsamkeit blieb ohne Folgen und er fuhr souverän den Sieg ein. Rene Hoffmann spielte seine erste Turnierpartie: Mit Schwarz(!) überspielte er seinen Gegner, gewann zwei Bauern und war auf der Siegerstraße. Dann übersah er eine taktische Abwicklung und büßte eine Figur ein. Dennoch rettet er sich noch ins Remis. Jonas Schaldach durfte auch zum ersten Mal Turnierschach spielen: Mit Weiß griff er mutig an und trotz kleiner Fehler überrollte er seinen Gegner am Königsflügel. Alle Rettungsversuche seines erfahrenen Gegners verpufften, Jonas ließ nichts mehr zu und kurz vor dem Matt gab der Gegner auf. Eine wirklich beachtliche Leistung als erste Partie!

Gabriel Dragu hatte gut zugehört, als die Mannschaftsführerin sagte, er soll seine Bedenkzeit ausnutzen. In der Eröffnung geriet er unter Druck und als sein Gegner einen taktischen Materialgewinn nicht sah, verteidigte er sein Position gut. Der Gegner stellte noch ein paar Bauern ein und auf einmal war Gabriel im Damenendspiel mit Mehrbauern. Im Mannschaftssinne bot er Remis, was auch angenommen wurde. Also keiner verloren und sehr gute Premieren sowie kämpferische Leistungen, Tanja Kraus war nicht nur mit dem 3:1 Endstand sehr zufrieden.
Nun ist man sogar in Gruppe 2 Tabellenführer, wer hätte das vor der Saison gedacht....

Leider verloren

"Der Kampf kippt!“. Das war ein vor allem zu Bundesligazeiten oft kolportierter Ausruf, wenn sich auch nur die ferne Möglichkeit abzeichnete, dass sich die Waagschale in Richtung Wattenscheid neigen würde. Ein Beispiel dafür, wie ein Kampf in drastischster Weise zu Ungunsten der Zweiten kippen kann, erlebten das Team jüngst im zweiten Saisonkampf in der NRW-Klasse 4 beim Ratinger Schachklub 1950 (die schwer zu loben sind für das astreine Belegte-Brötchen-Angebot).

Denn nach zweieinhalb-drei Stunden des Kampfes sah es so aus, als könnte der Schlange-Achter einem sehr sicheren Sieg entgegencruisen. Und das trotz massiver Rating-Unterlegenheit vor allem an den unteren Bretter. Doch das Drama in allen Akten. Als erster fertig war Thelen, der nach 21 Zügen Remis anbot, als sein wichtigster Angreifer abgetauscht wurde. Was er und sein Gegner nicht ahnten, war, das dem zu entgehen war, indem Weiß sehr, sehr unmenschlich Turm und Figur zu opfern hatte. Eigentlich nicht viel passiert auf dem Brett, immerhin Stockfisch aber mal wieder die Gelegenheit gegeben, zum Michail Tal zu werden. Kurz darauf fuhr auch Gerd Schmedders einen halben Punkt ein, seine optisch leicht bessere Stellung gab er remis, nachdem er längere Zeit über einen einzügigen Dameneinsteller sinniert hatte. Zwei recht kurze Punkteteilungen, die angesichts diverser mehr als vielversprechender Stellungen völlig vertretbar waren. Doch dann kam der Kipppunkt. Tanja unterlief in starker Stellung ein Fehler, der unmittelbar zu großem Materialverlust führte, Pascal überstand trotz 350 Punkten Elo-Rückstand zwar die Zeitkontrolle souverän mit besserer Stellung, ließ sich dann aber einzügig mattsetzen, Mohammed Said Amin, der seinen Gegner komplett schwindelig gespielt hatte, kam im Endspiel völlig von den Füßen, Reiner Klüting hatte sich eine Mehrqualität erspielt, die zwar bis zum Schluss behielt, allerdings im Verlauf so ziemlich alle wichtigen Bauern abgab. Allein sein Bruder Hans-Peter hat bei seinem Turnierschach-Comeback nach zwei Jahrzehnten stringent gespielt. Er opferte den Bauern im Morra-Gambit und sah den nie wieder und auch keine Kompensation. Die Zeit tat dann das übrige. Erfreulich ist bei der Doppelnull, dass die Klüting-Brothers zuletzt vor 45 Jahren gemeinsam in einem Mannschaftskampf antraten, dort auch beide verloren, was letztlich aber einen Aufstieg des Teams zur Folge hatte. Geschichte wiederholt sich?! Zwischen all den Debakeln hatte der Kapitän sehr souverän das gegnerische Spitzenbrett dominiert, da kippte gar nix. Also sportlich nichts geholt, getröstet wurden wir mit problemloser schneller Anreise, besagten Brötchen, Gratis-Kaffee der härteren Abmischung und der familiären und preisgünstigen spanischen Tapas-Bar in Spuckweite zum Wunden lecken und Estrella trinken. Next Stop: „Lokalderby“ gegen Welper.
Autor: Tom Thelen

Die vierte Mannschaft konnte in der Bezirksklasse Gruppe 1 leider nicht gewinnen. Fabian Matischok konnte krankheitsbedingt nicht antreten und so stand es schon 1:0 für den Gegner. Alexander Budde hatte nach der Eröffnung keine Probleme, stellte aber im Mittelspiel einen Turm ein. Uli Wolf am Spitzenbrett spielte am längsten, verlor aber auf Zeit. Einzig Adrian Mock nahm dem Gegner Material ab und gewann recht ungefährdet.