wichtige Punkte in Bochum mitgenommen
Sensation im Lokalderby
Die Erste kam im Nachbarschaftsduell bei Tabellenführer Bochum 02 II zu einem gleichermaßen überraschenden wie glücklichen 5:3-Sieg. Sah es zu Beginn noch sehr gut aus, da Thomas Peter kampflos den Punkt erhielt und zunächst einige vielversprechende Stellungen entstanden,
so drehte sich nach und nach das Blatt und der Kampf wogte hin und her. Den Schlüssel zum Sieg erhielt Thomas Thiel, der in unbequemer Stellung durch eine zweizügige Taktik Qualität und Partie gewann. Zwar verloren Kai-Uwe Schiffer nach langer Zeit sehr angenehmer Stellung sowie Ralph Sandkamp und Wilfried Schröder, die von ihren starken Gegnern überspielt wurden, aber Walter Wengenroth überspielte wiederum seinen Gegner und gewann folgerichtig. Weit weniger folgerichtig konnte auch Fabian Hielscher bei seinem Debüt gewinnen, da seine geopferte Figur zwischenzeitlich sehr zweifelhaft aussah, aber am Ende zu einem Endspiel mit zwei Mehrbauern führte. Den Schlusspunkt setzte dann Ulf Gohla, der sein eher unangenehmes Endspiel verteidigen konnte und durch einen taktischen Lucky Punch sogar noch gewann, wodurch der Kampf keine einzige Remispartie enthielt.
Damit bleibt das Team über dem Strich, allerdings trotz 7:7 Punkten lediglich wegen des Brettverhältnisses, sodass es bis zum Schluss eng bleiben wird. Zum Abschluss geht es noch gegen die beiden letztplatzierten Teams aus Düsseldorf und Langenfeld.
Die Dritte ist nicht aufzuhalten
Mit 4,5 : 3,5 war die Dritte zum sechsten Mal erfolgreich, aber einfach war das überhaupt nicht.
Unsere Studenten hatten Klausurphase und so war es schwierig, überhaupt 8 Spieler an das Brett zu bekommen.
Vollzählig traten wir dank Ersatzspieler Robert Bunzel aus der Vierten an.
Der Gast aus Welper kam nur zu siebt, so dass Guido Koch nach einer halben Stunde kampflos gewann. Als Günther Kotulla dann zum 2:0 vollstreckte, schien alles gut zu laufen. Klaus-Peter Hielscher steuerte ein Remis dazu. Daniel Lang am Spitzenbrett begann einen Königsangriff und nach überstandener Zeitnot gab der Gegner auf.
3,5 Punkte waren das also schon. Doch dann verlor Robert Bunzel, der in der Eröffnung einen Bauern einbüßte und auch Zlatan Music, der mit Schwarz aggressiv und mutig spielte, beging leider einen Rechenfehler, den der erfahrene Gegner ausnutzte. Jörg Döhmann hatte sich auch einen Mehrbauern erarbeitet. Doch seine erfahrene Gegnerin Sigrid Schaller hielt das Damenendspiel Remis.
Nun war es an Tanja Kraus ein Endspiel mit einem Minusbauern zum Remis zu führen, was nach fünf Stunden auch gelang. Die Eröffnungsphase lief gut für Tanja, doch die Zeitnot führte leider zum Bauernverlust. Das Endspiel Läufer gegen Springer war recht schwierig, doch der halbe Punkt zum Sieg wurde erkämpft.
Das neue Jahr bringt das Glück zurück
Endlich der erste Sieg
Im heimischen Gertrudenhof kämpften die erste und zweite Mannschaft darum, endlich Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.
Die Erste konnte fast schon überraschend ihren Negativlauf stoppen und hat den Tabellenzweiten Krefeld II mit 5:3 geschlagen. Dabei sah es lange Zeit nicht unbedingt danach aus. Ralph Sandkamp steuerte ein schnelles Remis bei, Kai-Uwe Schiffer unterlag am Spitzenbrett einem ukrainischen Wunderkind und bei den anderen sah es weitestgehend unklar aus, mit leichten Vorteilen an den hinteren Brettern. So gewannen auch letztlich folgerichtig nach langen Kämpfen Wilfried Schröder und Thomas Peter, während die Siege von Thomas Thiel und Walter Wengenroth sich erst gegen Ende der Partien abzeichneten.
Damit war der Mannschaftssieg gesichert, sodass die Niederlage von Ulf Gohla nach einem weiteren unglücklichen Auftritt und das Remis von Jörg Kähmann nach zwischenzeitlich vorteilhafter Stellung keine große Rolle spielten. Anfang Februar steht ein weiteres Heimspiel gegen eine weitere Zweitvertretung an, dann gegen die von Lasker Köln.
In Hattingen beim SV Welper 4 fand die nächste Bewährungsprobe für die unerfahrene Fünfte statt.
Mannschaftsführerin Tanja Kraus fuhr die Mannschaft zum Spielort und sah einen guten Kampf ihres Teams.
Pascal Felten dominierte seinen Gegner eigentlich die gesamte Partie lang, eine kleine Unachtsamkeit blieb ohne Folgen und er fuhr souverän den Sieg ein. Rene Hoffmann spielte seine erste Turnierpartie: Mit Schwarz(!) überspielte er seinen Gegner, gewann zwei Bauern und war auf der Siegerstraße. Dann übersah er eine taktische Abwicklung und büßte eine Figur ein. Dennoch rettet er sich noch ins Remis. Jonas Schaldach durfte auch zum ersten Mal Turnierschach spielen: Mit Weiß griff er mutig an und trotz kleiner Fehler überrollte er seinen Gegner am Königsflügel. Alle Rettungsversuche seines erfahrenen Gegners verpufften, Jonas ließ nichts mehr zu und kurz vor dem Matt gab der Gegner auf. Eine wirklich beachtliche Leistung als erste Partie!
Gabriel Dragu hatte gut zugehört, als die Mannschaftsführerin sagte, er soll seine Bedenkzeit ausnutzen. In der Eröffnung geriet er unter Druck und als sein Gegner einen taktischen Materialgewinn nicht sah, verteidigte er sein Position gut. Der Gegner stellte noch ein paar Bauern ein und auf einmal war Gabriel im Damenendspiel mit Mehrbauern. Im Mannschaftssinne bot er Remis, was auch angenommen wurde. Also keiner verloren und sehr gute Premieren sowie kämpferische Leistungen, Tanja Kraus war nicht nur mit dem 3:1 Endstand sehr zufrieden.
Nun ist man sogar in Gruppe 2 Tabellenführer, wer hätte das vor der Saison gedacht....
Leider verloren
"Der Kampf kippt!“. Das war ein vor allem zu Bundesligazeiten oft kolportierter Ausruf, wenn sich auch nur die ferne Möglichkeit abzeichnete, dass sich die Waagschale in Richtung Wattenscheid neigen würde. Ein Beispiel dafür, wie ein Kampf in drastischster Weise zu Ungunsten der Zweiten kippen kann, erlebten das Team jüngst im zweiten Saisonkampf in der NRW-Klasse 4 beim Ratinger Schachklub 1950 (die schwer zu loben sind für das astreine Belegte-Brötchen-Angebot).
Denn nach zweieinhalb-drei Stunden des Kampfes sah es so aus, als könnte der Schlange-Achter einem sehr sicheren Sieg entgegencruisen. Und das trotz massiver Rating-Unterlegenheit vor allem an den unteren Bretter. Doch das Drama in allen Akten. Als erster fertig war Thelen, der nach 21 Zügen Remis anbot, als sein wichtigster Angreifer abgetauscht wurde. Was er und sein Gegner nicht ahnten, war, das dem zu entgehen war, indem Weiß sehr, sehr unmenschlich Turm und Figur zu opfern hatte. Eigentlich nicht viel passiert auf dem Brett, immerhin Stockfisch aber mal wieder die Gelegenheit gegeben, zum Michail Tal zu werden. Kurz darauf fuhr auch Gerd Schmedders einen halben Punkt ein, seine optisch leicht bessere Stellung gab er remis, nachdem er längere Zeit über einen einzügigen Dameneinsteller sinniert hatte. Zwei recht kurze Punkteteilungen, die angesichts diverser mehr als vielversprechender Stellungen völlig vertretbar waren. Doch dann kam der Kipppunkt. Tanja unterlief in starker Stellung ein Fehler, der unmittelbar zu großem Materialverlust führte, Pascal überstand trotz 350 Punkten Elo-Rückstand zwar die Zeitkontrolle souverän mit besserer Stellung, ließ sich dann aber einzügig mattsetzen, Mohammed Said Amin, der seinen Gegner komplett schwindelig gespielt hatte, kam im Endspiel völlig von den Füßen, Reiner Klüting hatte sich eine Mehrqualität erspielt, die zwar bis zum Schluss behielt, allerdings im Verlauf so ziemlich alle wichtigen Bauern abgab. Allein sein Bruder Hans-Peter hat bei seinem Turnierschach-Comeback nach zwei Jahrzehnten stringent gespielt. Er opferte den Bauern im Morra-Gambit und sah den nie wieder und auch keine Kompensation. Die Zeit tat dann das übrige. Erfreulich ist bei der Doppelnull, dass die Klüting-Brothers zuletzt vor 45 Jahren gemeinsam in einem Mannschaftskampf antraten, dort auch beide verloren, was letztlich aber einen Aufstieg des Teams zur Folge hatte. Geschichte wiederholt sich?! Zwischen all den Debakeln hatte der Kapitän sehr souverän das gegnerische Spitzenbrett dominiert, da kippte gar nix. Also sportlich nichts geholt, getröstet wurden wir mit problemloser schneller Anreise, besagten Brötchen, Gratis-Kaffee der härteren Abmischung und der familiären und preisgünstigen spanischen Tapas-Bar in Spuckweite zum Wunden lecken und Estrella trinken. Next Stop: „Lokalderby“ gegen Welper.
Autor: Tom Thelen
Die vierte Mannschaft konnte in der Bezirksklasse Gruppe 1 leider nicht gewinnen. Fabian Matischok konnte krankheitsbedingt nicht antreten und so stand es schon 1:0 für den Gegner. Alexander Budde hatte nach der Eröffnung keine Probleme, stellte aber im Mittelspiel einen Turm ein. Uli Wolf am Spitzenbrett spielte am längsten, verlor aber auf Zeit. Einzig Adrian Mock nahm dem Gegner Material ab und gewann recht ungefährdet.